Frust und Ärger

Freitag. 8.00 Uhr. Eine Veranstaltung zum Thema Europa mit besonderer Methode und an ungewöhnlichem Ort mit externen Referenten und nicht kostenfrei soll beginnen.

Von 44 erwarteten TeilnehmerInnen sind gerade mal 30 da.Niemand ist entschuldigt. Auf Nachfrage wird darauf hingewiesen, dass dieser oder jener wohl am Vorabend sich entschuldigt haben (nicht offiziell gegenüber der Schule).

 

Auf Nachfrage bei den Eltern höre ich wiederholt von etwas "Nicht gut sein", "Magen-Darm-Verstimmung"  und dergleichen Hinweise auf endemische Krankheiten. Ich beginne heftig an Zufälle zu glauben. Die in gehäufter Form auftreten.

Und frage mich: wie soll ich Schülern Wahrhaftigkeit als einen Wert vermitteln, wenn ihnen das Elternhaus diesen Begriff offenkundig verweigert?

Also - eine erwartete Antwort wäre gewesen: "mein Sohn, meine Tochter ist gestern (nach dem deutschen Fußballtriumph gegen Portugal) sehr spät ins bett und hatte dann heute morgen keine Lust, zumal es ja sowieso kein richtiger Unterricht war und es um nix ging. Zudem paßt mir nicht, dass man für ein drittklasiges Mittagessen 12,00 € bezahlen soll. und Außerdem haben Sie bei den Schülern nicht ausreichend für die Veranstaltung geworben."

Das hätte mich auch geärgert - aber weniger als gefakte Atteste, die ich für morgen erwarte.

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